Stories
Robert Redford. XT 500.
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Dieser Roman spielt während des Spanischen Bürgerkriegs. Mich faszinierte die Art, wie Hemingway die Sache mit den spanischen Frauen auf den Punkt brachte. Seine Sprache war einzigartig. Und berührte meine Seele tief. Durch ihn hatte ich ein Bild von Spanien im Kopf, das mich bis heute begleitet. Der Flamenco, der Stolz der Menschen, die Arroganz, die Schönheit und Leidensfähigkeit der Menschen, das Trinken mit Stil, Stierkampf (eine sehr ernste Sache in Spanien, so wie ich es kenne).
Das war mein Land. Ich war schon immer ein Träumer. Gut war dabei, dass sich viele meiner Träume verwirklichten. Es gab eine spanische Partnerstadt, die in regelmäßigen Kontakt mit meinem Heimatdorf stand. Wie es der Zufall wollte, war mein bester Freund zu dieser Zeit Vereins-Musiker. Regelmäßig besuchten also die Spanier meine Heimatstadt und umgekehrt. Er fragte mich einmal, ob ich Lust hätte, mit nach Spanien zu kommen. Noch Plätze frei. Ich wollte. Und so passierte es. In diesem spanischen Dorf erlebte ich fast eins zu eins alles das, was Hemingway erzählte. Und die Frauen… Ich kann euch sagen. Ich war ein extrem schüchterner Typ. Aber als ich dort angekommen war, lief alles wie automatisch. Ich war blond, groß und liebte es, die Sprache zu lernen. Ich schwöre es euch: Ich hatte unglaublich viele Möglichkeiten mit den Schönen zu flirten. Und es lief. Wie im Film. Ich konnte es selbst nicht fassen.
Im Jahr darauf machte ich meinen Motorradführerschein. Und fuhr dann alleine die knapp 1600 km in das Dorf. Zwei Sommer lang. Auf einem alten Motorrad. Mit Rucksack. Und noch nie alleine unterwegs gewesen. Aber die Sehnsucht nach diesem Land und den Menschen ließ mich bis heute nie wieder los. Die Eindrücke, die Angst, dass die Maschine versagt, das Vibrieren, die Paella, die Stiere, die wunderschönen stolzen Mädchen. Die Liebe. Der Katalane, der kein spanisch mit mir sprechen wollte, weil er zu stur war, mir die nächste Tankstelle zu zeigen, nachts um 23.00 Uhr. Auf Reserve. Das war ihm scheißegal. Dieses Land. Zwei Jahre später meine erste Freundin in Deutschland. Die ich später heiratete. Die im Moulin-Rouge arbeitete. Afrikanerin. Mit dem Motorrad habe ich sie morgens um 4.00 aus irgendwelchen Schuppen abgeholt. Bis wir durchgefroren in unserer kleinen Wohnung ankamen. Noch einen Mini-Joint. Und dann schlafen. Nachts durch die schwäbische Hauptstadt. Im Tunnel runterschalten und dann Gas. Scheißlaut. Hammer Gefühl. Und Porsches ärgern. Und geschoben habe ich sie oft. Kein Sprit mehr. 212 kg. Immer Sommer. Mit Lederjacke. Als ich meine jetzige Ex-Frau kennenlernte, stand die Maschine für zehn Jahre still. Letztes Jahr fuhr ich wieder. Durchs Rheinland. Wo ich jetzt wohne. Habe sie doch nicht verkauft.
Gestern zog ich die Jacke wieder an.
Und der Geruch vom alten Leder.
Da war wieder alles da.
Und ich hatte dieses Ziehen im Bauch.
Und den Klos im Hals, als ich die Maschine startete.
Anthony on Indian.
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Keinen Tag krank. Dein Abi gemacht. Warst ein klasse Sportler und hast Anerkennung dafür erhalten. Solange du gut warst. Trainiert in Schnee und Eis. Bei Dunkelheit. Regen und großer Hitze. Dich übergeben, wenn es zu anstrengend war. Irgendwann hingeschmissen. Weil dein Körper nicht mehr konnte. Du warst beim Militär, hast mit scharfer Munition geschossen, Handgranaten geworfen, Rekruten ausgebildet. Du hast im Manöver deine Grenzen erfahren. Wurdest von diesem Offizier zusammengeschissen, weil deine Uniform dreckig war, nachdem du zwei Tage ohne Schlaf im Panzer unterwegs warst und jetzt hungrig und müde zur Kantine wolltest, essen wie ein Mensch und nicht wie ein Tier im Dreck. Du hast studiert und diskutiert. Mit Dozenten, die deine große Klappe hassten und dir dafür schlechte Bewertungen gegeben haben. Nur um dich mundtot zu machen. Du hast in Werbeagenturen gearbeitet. Als Freelancer und warst nicht abgesichert. Das Finanzamt war gnadenlos. Du hast in deiner ersten Beziehung Kontakt mit Schizophrenie gehabt. Das kanntest du nur aus Filmen. Du hattest Angst. Du hast deswegen deine erste gekaufte Wohnung verloren und standest vor dem Nichts. Du hast dich aufgerappelt. Und wurdest in deiner nächsten Partnerschaft Vater. Hast nachts die Flaschen für die Babys zurechtgemacht. Du weißt wie sich volle Windeln anfühlen und riechen. Du weißt, wie es ist, wenn du deine Kinder abgibst an die Kita oder an die Schule. Es zerreißt dich. Du weißt, wie es ist, wenn du dich trennst und Kinder und ein Haus dazwischen stehen. Du hast gesehen wie dein Vater stirbt. Und deine Schwester. Du weißt wie der Tod aussieht. Du weißt, wie es ist, wenn man mit 50 schlagartig wieder alleine dasteht und mit zahlreichen Datings seine Jugend nachholt. Und du weißt, wie es ist, wenn man glaubt, der Liebe hinterherlaufen zu müssen und scheitert. Du kennst das Burnout aus deinem Job, weil du jahrelang gemobbt wurdest. Du hast noch viel, viel mehr gesehen ...
Auf einmal lichtet sich der Nebel. Du beginnst mit Kickboxen. Du bekommst einen Kampf und gewinnst. Du findest ein Haus und darfst es renovieren und nach deinen Ideen gestalten. Du verlierst eine Frau und bekommst eine neue die zu dir passt. Du kündigst deinen Job, ohne einen neuen Vertrag zu haben und gehst volles Risiko. Und bekommst den richtigen Job. Menschen bewundern dich, ohne dass du es bewusst herbeiführst oder erzwingst. Es ist dir egal. Du bist in deiner Mitte. Du bist authentisch. Du lässt dir den Mund nicht mehr verbieten und gehst sinnlosen Diskussionen und Streitereien aus dem Weg. Auf einmal sagen dir Menschen, dass du sie motivierst und sie dich als Vorbild sehen.
Und du fragst dich: Ich bin jetzt 56. Was passiert denn bloß, wenn ich 60 bin?
Me and XS 650.
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Dieser ganze private Scheiß hat mich genau dorthin gebracht, wo ich heute stehe.
Es ist richtig, ich muss dir nicht die Ohren voll jammern mit dem ganzen privaten Scheiß. Das musst du gar nicht alles wissen. Aber meine Falten, meine Rückenschmerzen, meine Narben, meine Empathie, mein Sinn für Gerechtigkeit, mein rechter Side-Kick, meine angebrochene Nase, meine schlechten Augen, meine starken Arme, meine unbeugsame Art, die viele schätzen, meine große Klappe, meine Leiden, mein Musikgeschmack, meine Kinder, meine Trennungen, mein sterbender Vater, meine sterbende Schwester, meine kaputten Knochen, meine Probleme im Job, die Menschen, die ich abgrundtief hasse, meine verlorenen Träume, wenn ich glaubte, sie erreicht zu haben.
Du brauchst dir den Scheiß nicht anzuhören.
Sonst machst du dir nur in die Hose.
Dass es dich vielleicht auch mal erwischt.
In deinem Glashaus.
Aber sei dir gewiss:
Was DU von mir nicht bekommst, ist meine Liebe für das Meer, meine Kreativität, meine Sensitivität, meine Berührungen, meine grünen Augen, meine Steaks, meine Hingabe, meine Melancholie, meine Träume, meine Gemälde, meine Familie, mein Wissen, meine Bücher, meinen Humor, meinen Beifahrersitz, meine Haut, meine Hände und meine Gedanken.
Ich stehe genau wegen dieser
Dinge fest im Leben.
Und trotz meines Lebens finde
ich auch immer Zeit.
Für jemanden, der es wert ist.
Stories
Norma. Harley.
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Kann auch sein, dass sie deine Nähe mag, ohne auf dich zu stehen. Oder dass sie das bei jedem macht. Bei vielen Gelegenheiten. Oder sie will dich einfach antesten. Ob du darauf reagierst. Für ihr Selbstbewusstsein. Vielleicht will sie nur ein bisschen spielen. Oder ihr ist langweilig und sucht Aufmerksamkeit.
„Hast du ihre Telefonnummer, Adresse oder sonst was?“
„Nein.“
„Du hast sie also nicht mal alleine getroffen. Auf einen Kaffee? Oder mit ihr telefoniert? Oder sie gefragt, ob sie Lust auf ein Treffen hat?“
„Nein. Aber es muss doch was bedeuten, wenn sie sich nur bei mir so dicht andrängt …“
Zur Hölle! Mein lieber Freund, das kann alles bedeuten. Oder nichts. Was spielt es für eine Rolle, ob es was bedeutet?
Willst du sie? Kennst du sie? Willst du, dass sie dich attraktiv findet? Gibt es dir so viel, wenn sie sich an dich lehnt? Weißt du, wer sie ist? Wo sie herkommt? Weißt du, ob sie harmonisch oder streitsüchtig ist? Weißt du, ob sie gebildet ist?
Weißt du, ob sie Knoblauch mag? Oder Fisch? Oder Steaks? Ist sie beim Autofahren aggressiv oder ungeduldig?
Wie geht sie mit dem Kellner in dem Restaurant um, in welchem er gerade Essen seid? Hochnäsig? Oder gönnerhaft?
Wie bewegt sie sich? Hat sie Traumatas? Hatte sie mal eine Depression? Oder eine andere schwere Krankheit?
Wie geht sie mit ihrer Familie um? Mit ihren Kindern, falls sie welche hat? Mit ihren Freunden? Hat sie Kultur? Kennt sie sich mit Filmen aus? Liest sie? Kocht sie? War sie mal arbeitslos? Lebt sie getrennt oder noch bei ihrem Mann den sie angeblich bald verlässt?
Wenn du alle diese Aspekte und viele viele mehr kennengelernt hast und mal mit ihr gestritten hast, damit du sehen kannst wie sie mit Konflikten umgeht, dann wird dir dieses eine Signal, dass sie oder andere Frauen angeblich aussenden, total am Arsch vorbeigehen.
Dann musst du dich fragen: Will ICH diese Frau überhaupt kennenlernen?
Stürze dich nicht auf ein vermeintliches Signal, das kein Schwein deuten kann.
Wie ein Verhungernder.
Beherrsche deine Fantasie.
Frage dich, sobald du mehr über sie weißt, ob sie zu dir passt.
Und was DU ihr bieten kannst.
Und sei nicht sauer, wenn ich so mit dir rede.
Denn ich war genauso wie du.
Mickey. Harley.
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„Ich würde dir sagen, nein!
Das will ich nicht!“
„Das würde ich mir doch von dir nicht
verbieten lassen …“
„Gut. Würdest du das tun, kannst du
davon ausgehen, dass ich am selben
Abend auch rausgehe. An einen Ort,
wo alle Frauen so aussehen.
Wäre das ok für dich?“
Er sah ihr an, dass das gesessen hatte.
Sie machte trotzdem weiter.
Sie würde ja nichts Böses tun, meinte sie.
Nur eben heiß nach Hause kommen.
Nur für ihn.
„Du willst also, dass ich mit dem Gedanken
zu Hause sitze, dass andere dich mit ihren
Blicken auffressen? Und dich sogar anbaggern?
Was findest du gut daran?“
„Ich wäre ja anständig. Oder würdest du dir
Gedanken machen?“
Es war ein perfides Scheißspiel.
Und er war mittendrin. Gefangen.
Ihm blieb nur dieses ganz miese Gefühl …
Später im Bett sagte sie ihm, es hätte
ihr gefallen, ihn eifersüchtig zu machen.
Wenn heute eine Frau so mit ihm reden
würde, wäre seine Antwort:
„Klar kannst du so rausgehen, mit deinen
Mädels. Und dann bleibst du am besten
draußen.
Denn ich werde nicht mehr da sein,
wenn du zurückkommst.
Eigentlich kannst du heute Abend schon gehen.
Du bist frei.“